Vom Kulturreferat zum Katastrophenreferat

 

In früheren Zeiten galt der Arbeitsbereich für Kultur immer als stabilisierender Faktor für einen AStA in Schwierigkeiten, denn mit Kulturveranstaltungen wie der SÖF und anderen Parties, oder auch der Kooperation mit dem Staatstheater, kann man in der Regel bei allen Studis punkten. Der grün-schwarze Chaos-AStA bricht jedoch auch mit dieser Tradition, denn im Verlauf der Amtsperiode hat sich das selbsterklärte "#Musterreferat" selbst zum Problembär entwickelt.

 

Der Arbeitsbereich für Kultur war in letzter Zeit vor allem mit einem beschäftigt: Sich selbst. Im Rahmen interner Streitigkeiten haben drei Referent*innen den Arbeitsbereich bereits verlassen, ein Referent wechselte von CampusGrün zum Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und in den letzten Monaten machte das Kulturreferat vor allem durch einen heftig geführten Streit auf sich aufmerksam, in dessen Verlauf sich die Mitglieder des Arbeitsbereiches öffentlich im Studierendenparlament gegenseitig Mobbing, Rassismus, Stalking, Faulheit und das Abgreifen von Aufwandsentschädigungen vorwarfen. Nachdem beide Seiten dem überforderten AStA-Vorstand Untätigkeit vorwarfen, kam es zum Eklat und eine Referentin von CampusGrün entschied sich zum Rücktritt, nachdem ihr von den RCDS-Referenten bereits mit einem Misstrauensvotum gedroht wurde.

 

Nur zu verständlich, dass die eigentliche Arbeit des Kulturreferates in dieser vergifteten Atmosphäre viel zu kurz kam. So beklagten sich nicht nur Mitarbeiter des Kulturcafés über die mangelnde Erreichbarkeit des Arbeitsbereiches für Kultur, sondern auch das Studierendenwerk kritisierte die mangelnde Kommunikation der Kulturreferent*innen mit dem Studierendenwerk in Bezug auf gemeinsame Sitzungen, deren Ziel es ist, das vom Bankrott bedrohte Kulturcafé vor der Pleite zu retten.

 

Die Überforderung der verbliebenen Kulturreferenten, die zwischenzeitlich auch eine Nachtzulage zusätzlich zu ihrer Aufwandsentschädigung in Höhe von 300 € verlangten, macht sich auch dadurch bemerkbarer, dass viele Veranstaltungen des Kulturreferates an kommerzielle Anbieter ausgelagert wurden, häufig zu finanziellen Lasten der Studierendenschaft. So hat das Kulturreferat das Booking und die Technik für die SÖF an die Musikmaschine abgegeben, ein Teil des normalerweise vom Arbeitsbereich für Kultur bereitgestellten Programmes des Kulturcafés soll von DasDing übernommen werden, während aber gleichzeitig Kosten und finanzielles Risiko weiter beim AStA liegen sollen und eine Elektropartyreihe ließ man von persönlichen Freunden organisieren – für ein saftiges Honorar. Da passt es nur ins Bild, dass der grün-schwarze AStA im vergangenen Monat eine Stelle als "Aushilfe Kulturkoordination" auf 450 €-Basis für das Kulturreferat ausgeschrieben hat, um für 450 € im Monat die Arbeit zu erledigen, die Kulturreferent*innen für gewöhnlich für 300 € machen.

 

Eine Folge der durch das Kulturreferat vorangetriebenen Kommerzialisierung des studentischen Kulturbetriebes an der Universität ist auch, dass immer mehr Veranstaltungen des AStA im Kulturcafé nun satte Eintrittsgelder in Höhe von bis zu 10 € kosten. Die Studierenden der Universität werden dadurch gleich dreimal zur Kasse gebeten, indem sie über ihren Semesterbeitrag Kulturreferenten bezahlen, die mit Studigeldern kommerzielle Anbieter dafür bezahlen, Veransaltungen zu organisieren, die dann wiederum Eintrittsgeld verlangen. Vielleicht ist es aber auch gar keine böse Absicht, sondern nur fehlendes Verhandlungsgeschick. Wie im Fall der SÖF, als die MVG es schaffte, dem Kulturreferat 600 Euro für zusätzliche Busse aus den Rippen zu leiern, obwohl der AStA mit den Semesterticketgeldern der immerhin 32.000 Studierenden, die er vertritt, bester Kunde der MVG ist und die Verkehrsbetriebe die zusätzlichen Busse beim AStA-Sommerfest grundsätzlich kostenlos fahren lassen.

 

AStA-Quellen zufolge hat der Arbeitsbereich für Kultur es nun auch durch mangelnde Kontrolle von Organisationspartnern geschafft, bei der SÖF – in früheren Jahren immer Goldesel des Kulturreferates mit fünfstelligen Gewinnen – nur um Haaresbreite einen Verlust zu vermeiden. Sollte sich dies als zutreffend erweisen, kann man nur festhalten: Für das Kulturreferat kann das Ende der Amtsperiode gar nicht früh genug kommen.

 

Die Kritik an der Frauenförderung der JGU ist sachlich falsch und inhaltlich unverständlich

In den vergangenen Tagen äußerte sich der Universitätsmitarbeiter Manuel Deis in einem 'offenen Brief', gerichtet an Universitätspräsident Krausch, kritisch in Bezug auf die Frauenförderung der Universität. Die Juso-Hochschulgruppe lehnt diese Kritik ab, da sie sachlich falsch ist und inhaltlich an der Realität vorbeigeht.

 

"Um zu sehen, dass Frauenförderung notwendig ist, müsste Herr Deis nur einmal aus seinem Büro schauen", sagt Zehra Bulut, ehemaliges Mitglied im Senatsausschuss für Gleichstellungsfragen und Studentin im Fachbereich 08. So beträgt der Frauenanteil der Studierenden im Fachbereich 08 (Mathematik, Physik, Informatik), in dem Herr Deis arbeitet, nur 38 %. Schaut man sich die Geschlechterverteilung im übrigen Fachbereich an, wird das Bild nicht besser: Nur 21% bei den Promovierenden, nur 12% wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und nur 7% Professorinnen. Dass beim Girl's Day/Boy's Day Mädchen und junge Frauen gerade in diesen Fachbereich eingeladen werden, dürfte in anbetracht der Zahlen nicht verwunderlich sein.

Die von Herrn Deis aufgestellte Behauptung, dass Männer an der Universität auf dem Rückzug seien, ist schlichtweg falsch. So ist es zwar richtig, dass der Frauenanteil bei den Studienanfänger*innen bei etwas mehr als 60% liegt, den Rest der Statistik verschweigt Herr Deis allerdings wohlweislich: Obwohl mehr Frauen als Männer ein Studium beginnen, sind Männer und Frauen bei den Promovierenden bereits wieder gleichauf, bei den wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen sinkt der Frauenanteil bereits auf etwas mehr als 40%, bei den Professor*innen sinkt er bis auf 25%. Das Phänomen des sinkenden Frauenanteils, je höher man die Leiter hinaufschaut, zieht sich durch alle Ebenen der Universität, so auch durch die universitären Gremien. Auf 11 Dekane kommt eine Dekanin, im Senat beträgt der Frauenanteil 35%. In Anbetracht dieser Zahlen ist es nicht nur verständlich, sondern lobenswert, dass die Universität so viele Programme zur Frauenförderung unterhält und insbesondere zur Unterstützung und Beratung von Frauen, die eine Wissenschaftskarriere anstreben.

 

Die Kritik, die Herr Deis gegenüber der Frauenbibiliothek des AlleFrauen-Referates des Allgemeinen Studierendenausschusses ausübt, ist in der Sache nicht korrekt und darüber hinaus unangebracht. Das AlleFrauen-Referat verfügt, wie alle anderen Autonomen Referate des AStA, über ein jährliches Budget, über das es frei verfügen kann. Dass es einen Teil dieses Budgets in den Unterhalt und die Erweiterung einer sehr umfangreichen Bibliothek investiert, hält die Juso-Hochschulgruppe für begrüßenswert. Auch Männer können sich jederzeit alle Medien der Frauenbibliothek per Fernleihe ausleihen. Darüber hinaus gibt es auch als Mann die Möglichkeit, die Bibliothek an einem Tag der offenen Tür zu besichtigen. In den mehr als 20 Jahren des Bestehens der Frauenbibliothek, hat allerdings noch kein Mann von diesem Recht Gebrauch gemacht. Die von Herrn Deis behauptete Ungerechtigkeit für männliche Studierende in der Finanzierung der Frauenbibliothek besteht demzufolge nicht. "Wenn sich Herr Deis so sehr von den finanziellen Ungerechtigkeiten im Leben der Studierenden betroffen fühlt, könnte er sich ja als Nächstes des skandalösen Umstands annehmen, dass sein Job-Nahverkehrsticket als Mitarbeiter der Universität durch die Campus-Parkgebühren der Studierenden querfinanziert wird", so Robert Herr, studentisches Senatsmitglied.

 

Dass Herr Deis, der an seinem Arbeitsplatz im Fachbereich 08, Teil einer 88% starken männlichen Mehrheit ist, von einer zu fördernden männlichen Minderheit spricht, ist grotesk. Dass sein 'offener Brief' unterdessen im Internet und der Blogosphäre von radikalen Maskulinisten und Frauenhassern gefeiert wird[1], hätte er vorraussehen können.

 

Die Juso-Hochschulgruppe bekennt sich zur Notwendigkeit des Feminismus sowie zur Gleichstellung der Geschlechter und unterstützt die Universitätsleitung in ihrem Bestreben, die Universität zu einem Raum der Gleichstellung, der Diversität und frei von Diskriminierung zu machen.

 

 

[1] Siehe unter anderem: http://genderama.blogspot.de/2016/05/vermischtes-vom-2-mai-2016.html

 

Anmerkung: Alle statistischen Daten in dieser Pressemitteilung beziehen sich auf Erhebungen und Datensätze der Universität selbst, oder auf Zahlen des Frauenbüros der Universität Mainz.

 

Wieviel Plus steckt in Erasmus+?

Am 12. April verabschiedete das europäische Parlament den Beschluss über die Verbesserung des Programmes Erasmus+, das bereits 2014 entstanden war. Erasmus+ verbessert die Mobilität junger Menschen, für die fortan bereits ein Praktikum ab 2 Monaten im Ausland finanziell unterstützt wird, worunter nun auch die Lehramtsassistenz zählt. Alle Studierenden können in jedem Studiumszyklus bis zu 12 Monaten ihr Studium im Ausland absolvieren und das ab sofort auch im nicht-europäischen Ausland und ihnen werden Online-Sprachkurse zur Verfügung gestellt. Die Juso-HSG begrüßt diese und weitere Änderungen, sieht jedoch noch Verbesserungsbedarf.

 

„Wenn Sprachkenntnisse und Auslandsaufenthalte im Curriculum von Arbeitgeber*innen standardmäßig vorausgesetzt werden, dann muss das umfassende bildungspolitische Konsequenzen haben, denn Bildung ist ein Menschenrecht.“, sagt Kathleen Tetsch, Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe. Erasmus+ muss für alle Menschen gleichermaßen zugänglich sein, weshalb diverse Schranken weiterhin abgebaut werden müssen. Es ist ein Trend zu beobachten, dass immer mehr junge Menschen europa- und weltweit mobil werden. Gleichzeitig bestehen hohe Abbrecherquoten über den gesamten Bildungssektor hinweg, eine Jugendarbeitslosigkeit von EU-weit 19,4% und ein Missverhältnisses zwischen Angebot und Nachfrage. Des Weiteren ist Erasmus+ noch nicht inklusiv genug und benachteiligte Gruppen, wie sozioökonomisch schwache Menschen, Menschen mit Behinderung oder Menschen mit Migrationshintergrund haben ein großes Nachsehen in der Bildung. Robert Herr, studentisches Senatsmitglied, merkt zudem an, dass „Erasmus+ nicht nur für Hochschulstudent*innen ist. Bedenkt man, dass lediglich 1% junger Menschen in dualen Berufsausbildungen an dem Programm teilnehmen, so muss die Chancengleichheit für die Teilnahme an diesem Programm erst einmal grundlegend evaluiert und bedarfsgerecht angepasst werden.“

 

Die Juso-HSG fordert daher, Erasmus+ besonders für diskriminierte Gruppen sichtbarer zu machen und diese gezielter anzusprechen, den Antragsprozess transparenter und einfacher zu gestalten und eine von Grund auf ökonomische Gebundenheit an das Programm abzubauen. Dies betrifft u.a. die Verringerung der sprachlichen und kulturellen Schranken durch das kostenlose Bereitsstellen von Sprach- und Kulturkursen an den teilnehmenden Universitäten und das Anpassen dieser Kursangebote an die studentische Nachfrage. Elisabeth Straubinger, Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe betont hierzu: „Ein Auslandsaufenthalt ist nicht nur damit verbunden, die beruflichen Chancen zu erhöhen. Erasmus+ bedeutet vielmehr die Überwindung monoperspektivischer Denk- und Handlungsmuster und die besondere Möglichkeit, Toleranz praktisch zu erlernen.“ Des Weiteren setzen wir uns für Flexibilität in den Anforderungen und im Anerkennungssystem der Leistungen im Studium und Praktikum ein. Schließlich müssen insgesamt angemessene finanzielle und personelle Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, damit potentielle Teilnehmer*innen das Programm wahrnehmen und sich selbst informieren können.

AStA vernachlässigt den Arbeitskreis "Geflüchtetenhilfe"

Letzten Herbst hat der AStA der Uni Mainz den Arbeitskreis "Geflüchtetenhilfe" gegründet. Dieser sollte durch Aktionen und Veranstaltungen Geflüchtete bei der Aufnahme eine Studiums unterstützen, entsprechende Organisationen vernetzen und die geplante Unterbringung von Geflüchteten auf dem Campus begleiten.

 

 

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Chaos-AStA vergeigt Ersti-Woche

Eine Woche vor Beginn des Semesters gibt es einige Angebote für die neuen Studierenden an der Uni Mainz. Fachschaften und Hochschulgruppen stellen ihre Arbeit vor und die ersten Einführungsveranstaltungen der verschiedenen Studiengänge finden statt.

Auch der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) soll sich und die Hochschulpolitik im Allgemeinen den Erstsemestern näher bringen. Die Organisation der Hochschulgruppenmesse fällt in den Aufgabenbereich des AStA. Dies war für die Koalition aus CampusGrün und RCDS anscheinend eine größere Herausforderung. 

 

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Grün-Schwarzer AStA zeigt inkonsequente Haltung gegenüber der LISTE

Im letzten Sommersemester hat "Die LISTE Uni Mainz" im Rahmen des Stupa-Wahlkampfs Bilder der antisemitischen Wochenzeitung „Der Stürmer“ für ihre Wahlwerbung genutzt. So wurde aus dem Propagandaplakat "Der ewige Jude" das LISTE-Wahlplakat "Der ewige Juso" und aus dem Propagandaplakat "Wenn Juden lachen" das LISTE-Wahlplakat "Wenn JuLis lachen".  Dieser Einsatz von antisemitischem Propagandamaterial der Nationalsozialisten in der Wahlwerbung der selbsterklärten Satire-Liste traf zu Recht auf Empörung und hatte Konsequenzen. So wurde der Fall von den Medien aufgegriffen und der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität untersagte dieser Hochschulgruppe daraufhin, Räume an der Universität anzumieten. Auch der AStA der Uni Mainz zog die entsprechenden Schlüsse daraus und untersagte der "LISTE" einen Stand an der Hochschulgruppenmesse. "Die LISTE" hat sich für den Vorfall weder entschuldigt, noch personelle Konsequenzen gezogen. 
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Juso-Hochschulgruppe entsetzt über Umgang des AStA mit Daten

In den vergangenen Wochen wurden zwei ehemalige AStA-Referenten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Juso-Hochschulgruppe, die bereits im Frühjahr aus dem AStA ausgeschieden waren, von aktuellen Referent*innen des schwarz-grünen AStA um die Zugangsdaten für den AStA-Twitter-Account gebeten. Zudem hatten die beiden ehemaligen Juso-Referenten nach ihrem Ausscheiden über Monate hinweg Zugriff auf den Facebook-Account des AStA.

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Veranstaltung: "Aktuelle Heraufsorderungen für Europa" mit Martin Schulz

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Pressemitteilung der Juso-HSG zum Rücktritt von zwei Mitgliedern des AStA-Vorstandes

Durch den Rücktritt des CampusGrün-AStA-Vorsitzenden und der RCDS-AStA-Finanzreferentin ist der AStA in einer besonders kritischen Phase handlungsunfähig geworden. So können z.B. keine Überweisungen mehr getätigt werden und der AStA kann nicht ohne Weiteres seinen weiteren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber Dritten nachkommen. Konkret bedeutet das z.B., dass die Semesterticket-Rückerstattungen durch das Behindertenreferat und des Arbeitsbereichs für Verkehr nicht getätigt sowie Finanzhilfen für in Not geratene Studierende nicht ausgezahlt werden können. Außerdem wurde dadurch die Durchführung der finanziell aufwändigen Semester-Eröffnungsfete (SÖF) am kommenden Donnerstag gefährdet.

 

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Positionspapier der Juso-HSG zur Flüchtlingshilfe an der Uni Mainz

Die Universität und ihre studentischen Strukturen sind Teil der Gesellschaft. Deshalb haben auch diese die Aufgabe, Geflüchtete willkommen zu heißen und in die gesellschaftlichen Strukturen zu integrieren. Deutschland als eines der reichsten Länder der Erde hat eine besondere Verantwortung gegenüber Menschen in Not. Wir fordern daher alle Parteien und Entscheidungsträger*innen dazu auf, sich dieser Verantwortung bewusst zu werden und die Rahmenbedingungen für einen humanen Umgang mit Geflüchteten zu schaffen. Bildung ist ein Menschenrecht und muss deshalb auch für Geflüchtete zugänglich sein. Wir begrüßen bisherige Initiativen ausdrücklich und unterstützen diese in ihrer Arbeit. Diese Hilfe kann nur ein Anfang sein; daher fordern wir, dass diese konsequent ausgebaut wird und rufen alle Studierenden dazu auf, mitzuhelfen.

 

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