Das traurige Märchen vom Arbeitskreis Geflüchtetenhilfe

Flüchtlingskinder, die fröhlich lächelnd aus einem Zugfenster blicken – dieses Bild verwenden nicht nur Bündnis 90/Die Grünen häufig, um ihren Forderungen nach mehr Willkommenskultur Gehör zu verschaffen. Nein, auch bei ihrem Hochschulableger CampusGrün ist das Bild ein beliebtes Plakatmotiv.

 

Einen Arbeitskreis Flüchtlingshilfe würde man gründen, versprach man im letzten Wahlkampf. Für einen Gasthörer*innenstatus wolle man sich einsetzen. Passiert ist davon – gar nichts. Lediglich die Refugee Law Clinic wurde ins Leben gerufen, allerdings nicht vom grün-schwarzen AStA, sondern von engagierten Jurastudent*innen. Der Arbeitskreis Geflüchtetenhilfe hingegen wollte sich, ergänzend zur Refugee Law Clinic, um eine Unterbringung von Geflüchteten auf dem Campus einsetzen, ihnen beim Zurechtfinden helfen und sie bei der Aufnahme eines Studiums unterstützen. Gute Vorsätze, auf die kaum Taten folgten. Denn bei den sporadischen Treffen des Arbeitskreises waren hauptsächlich autonome Referent*innen anwesend und Mitglieder anderer Hochschulgruppen, AStA-Referent*innen von CampusGrün oder dem RCDS jedoch kaum. Veranstaltungen wurden verschoben, weil es der AStA nicht geschafft hat, Räume zu reservieren. Ein Informationsaustausch zwischen AStA-Referent*innen und interessierten Studierenden, die im Arbeitskreis mithelfen wollten, fand faktisch nicht statt. Zuletzt ist der Arbeitskreis vollständig inaktiv geworden, CampusGrün verweist hierbei lieber auf die Refugee Law Clinic. Stattdessen aber druckt man einfach weiter Fotos von lächelnden Flüchtlingskindern auf Plakate. Dass man im AStA  fast nichts Substantielles für Geflüchtete tut, verschweigt man lieber.

 

Wir finden es äußerst fragwürdig, auf dem Rücken der Geflüchteten Wahlkampf zu machen,  aber den eigens gegründeten Arbeitskreis im AStA im Sande verlaufen zu lassen. Engagement sieht anders aus!