Juso-Hochschulgruppe entsetzt über Umgang des AStA mit Daten

In den vergangenen Wochen wurden zwei ehemalige AStA-Referenten für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Juso-Hochschulgruppe, die bereits im Frühjahr aus dem AStA ausgeschieden waren, von aktuellen Referent*innen des schwarz-grünen AStA um die Zugangsdaten für den AStA-Twitter-Account gebeten. Zudem hatten die beiden ehemaligen Juso-Referenten nach ihrem Ausscheiden über Monate hinweg Zugriff auf den Facebook-Account des AStA.

Dazu erklärt Kathleen Tetsch, Sprecherin der Juso-Hochschulgruppe: "Es ist schockierend, welch große Defizite der AStA beim Umgang mit sensiblen Passwörtern zeigt. Offenbar war man aufseiten von Schwarz-Grün nicht imstande, nach der Übernahme des AStA die Passwörter der Social-Media-Kanäle zu ändern beziehungsweise die Administratorenrechte neu zu vergeben. Zudem scheint es offenbar an der nötigen Medienkompetenz zu mangeln, die zu einem einfachen zurücksetzen der Passwörter mittels der AStA-E-Mail-Adressen, auf die alle Kanäle laufen, befähigt hätte. Dass Schwarz-Grün es nicht schafft, die Nutzung der wichtigsten Kommunikationskanäle mit den Studierenden ordentlich und sicher zu regeln, gibt den AStA der Lächerlichkeit preis. Man gönnt sich einen zwei Personen starken Arbeitsbereich für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, dem auf der handwerklichen Ebene offenbar die grundlegendsten Fähigkeiten fehlen. Dafür spricht neben dem Passwort-Desaster auch die monatelange Verwahrlosung der AStA-Homepage, die erst vor Kurzem aktualisiert wurde, sowie die völlig verspätete Veröffentlichung des Semesterkalender "kleine riesin" in miserabler Qualität. Was machen die zuständigen Referent*innen eigentlich?"

 

Lucas Muth, ebenfalls Sprecher der Juso-Hochschulgruppe, ergänzt: "Die Inkompetenz des AStA beim Umgang mit den Passwörtern lässt für die Sicherheit der sensiblen persönlichen Daten von Studierenden, mit denen der AStA in anderen Arbeitsbereichen zu tun hat, Böses erahnen. Man kann nur hoffen, dass diese sicher und geschützt sind. Alles andere käme einer Katastrophe gleich."