Deine Symptome gehen niemanden etwas an!

In einigen Fachbereichen ist es notwendig, dass Du bei Prüfungsunfähigkeit Deine Symptome vor dem Prüfungsausschuss offenlegen und den Arzt, bzw. die Ärztin damit von der Schweigepflicht entbinden musst. Diese werden so unter den Generalverdacht gestellt, Studierenden grund- und wahllos Atteste auszustellen und die Studierenden als notorische Betrüger*innen hingestellt, denen man Einhalt gebieten muss.


Wir lehnen dieses negative Bild von Studierenden vehement ab und sehen in dieser Praxis einen Eingriff in Deine Privatsphäre. Aus diesem Grund setzen uns für die Abschaffung dieses Vorgehens ein.

Neben den datenschutzrechtlichen Bedenken, lehnen wir dieses Vorgehen auch deshalb ab, weil wir bei den Prüfungsausschüssen nicht die Expertise sehen, Symptome fundiert hinsichtlich ihrer Relevanz für eine Prüfungsunfähigkeit zu bewerten, da nicht davon auszugehen ist, dass dessen Mitglieder immer über die dazu notwendige medizinische Ausbildung verfügen. Diese Ausbildung besitzen jedoch Ärztinnen und Ärzte, weshalb ausschließlich diesen die Entscheidung für und wider die Feststellung der Prüfungsunfähigkeit obliegen muss.