Für wirkliche Gleichstellung an der Universität!

Nach wie vor erreichen wesentlich mehr Frauen als Männer eine Hochschulzugangsberechtigung . Trotzdem ist die Quote der Frauen, die promovieren, habilitieren oder gar als Professorinnen eingestellt werden wesentlich geringer als die der männlichen Absolventen. Herrscht bei der Aufnahme des Studiums noch eine Geschlechterparität, fällt der Anteil bis zu C4-Professuren auf 10%. Auch die Fächerwahl ist immer noch durch starke Geschlechtsstereotype geprägt. So sind Frauen in „typisch weiblichen" Studiengängen (Lehramt, sozial- und gesundheitsorientierte Studiengänge, Sprach- und Kulturwissenschaften) überrepräsentiert, wogegen Männer weit häufiger „typisch männliche" Studiengänge (Ingenieursstudiengänge, Naturwissenschaften) wählen. 
Wir fordern deshalb, dass bei der Besetzung von freien Profesuren auf eine ausgewogene Vorschlagsliste seitens der Dekanate geachtet sowie bei gleicher Qualifikation auf eine Geschlechterparität gesetzt wird! Auch darf Frauen die Zeiten von Schwangerschaft und Kindererziehung nicht negativ ausgelegt werden!
 
Zu Gleichstellungspolitik gehört für uns auch das Eintreten für Minderheiten. Migrant*innen, Schwule, Lesben, Transsexuelle, ausländische Studierende und behinderte Menschen müssen ebenso Rechte und Schutz vor Diskriminierung erhalten. Aus diesem Grund gehören für uns der Kampf für barrierefreie Hochschulen, die Erhöhung des Anteils Studierender mit Migrationshintergrund, gleiche Rechte für ausländische Studierende und die Schaffung eines diskriminierungsfreien Umfelds für Menschen jeder sexuellen Orientierung und Gender-Identität zur politischen Agenda.